Tuspo 1861 Göttingen e.V. - ein moderner Sportverein mit Tradition

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Tuspo 1861 Göttingen e.V.
Vereinsheim an der Wörthsporthalle
Leibnizstraße 2
37083 Göttingen

Telefon: 0551 - 7701697
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Öffnungszeiten


der Geschäftsstelle im Vereinsheim
mittwochs 17:30 - 18:30 Uhr

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Vereinsgeschichte

Chronik der Turn- und Sportvereinigung von 1861 Göttingen e.V.

Mit ihrer 150-jährigen Vereinsgeschichte gehört die Turn- und Sportvereinigung von 1861 Göttingen e.V. zu den ältesten Vereinen in Niedersachsen, an deren Entwicklung die Geschichte der gesamten Turn- und Sportbewegung in Deutschland aufgezeigt werden kann.

Als der Verein nach der politisch bedingten Turnsperre 1861 gegründet wurde, stand die allseitige körperliche Ausbildung der Mitglieder durch Turnen und militärische Übungen im Vordergrund. Die aus England kommende Sportbewegung verfehlte in den folgenden Jahren auch in Göttingen nicht ihre Wirkung. Die ehemals starren Vereinsstrukturen lösten sich auf und neue Sportarten und Disziplinen wurden in das Vereinsangebot aufgenommen. Dies hat sich bis heute fortgesetzt. Ein gutes Beispiel dafür ist die seit vielen Jahren verstärkte Arbeit im Schüler-, Jugend- und Seniorenbereich ebenso wie das ausgewogene Verhältnis von Freizeit-, Gesundheits-, Breiten- und Leistungssport.

Ziel der Turn- und Sportvereinigung von 1861 Göttingen e.V. war es von Beginn an, die Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung der Mitglieder zu fördern, die Geselligkeit und menschlichen Kontakte zu stärken und somit der wichtigen sozialen und kulturellen Bedeutung des Sports in unserer Gesellschaft gerecht zu werden.

1861  Der 2. Oktober 1861 gilt als Gründungstag des Neuen Männerturnvereins. Ungefähr 24 Turner finden sich zur Gründungsversammlung zusammen und beraten über die Statuten des neuen Vereins, die dann am 22. Oktober 1861 der königlichen Polizeidirektion zur Genehmigung vorgelegt werden.

1864  Der Schuhmachermeister Fritz Fraatz wird zum Vorsitzenden des NMTV gewählt. Unter seiner Führung von 1864 bis 1872 und 1876 bis 1899 beginnt trotz der Kriegsereignisse von 1866 und 1870/71 die stete Aufwärtsentwicklung des Vereins.

1887  Eine große Erleichterung gibt es für alle Göttinger Turnvereine, als 1887 endlich die lang ersehnte Turnhalle in der Bürgerstraße fertiggestellt wird. Zwar gibt es zunächst Probleme mit der Stadtverwaltung, die einen unangemessen hohen Preis für die Nutzung der Halle fordert. Nachdem sich Benutzer und Stadt aber geeinigt haben, wird die Jahnturnhalle für viele Jahrzehnte zur "Heimathalle" des Neuen Männerturnvereins, der mit der Halle und dem dahinter liegenden Turnplatz nun ideale Arbeitsbedingungen hat.

1901  Gründung einer Damenriege. Umbenennung des NMTV in Männer-Turnverein.

1920  Der erste Weltkrieg hat den Turn- und Sportbetrieb in allen Vereinen sehr bald zum Erliegen gebracht. Die Kriegsfolgen machen auch den Wiederanfang 1920 sehr schwer. Daher finden sich die Vorsitzenden des Männer-Turnvereins, des Turnvereins junger Kaufleute und des Turnclubs Eintracht zusammen, um über eine Zusammenlegung ihrer Vereine zu beraten. Am 9. Juli 1920 entsteht aus diesen drei Vereinen die „Turn und Sportvereinigung von 1861".

1926  Tusporaner gründen die erste Handball-Herrenmannschaft Göttingens.

1933  Das Jahr 1933 bringt für alle Turn- und Sportvereine entscheidende Veränderungen. In den Vereinen wird das Führerprinzip eingeführt und schließlich werden gleiche Vereine zu einem Verein im Reichsbund für Leibesübungen zusammengefasst. Aus der Tuspo von 1861 und der Turngemeinde wird die Göttinger Turnerschaft von 1846. Durch den zweiten Weltkrieg kommt die Arbeit der Vereine zum Erliegen.

1945  Unter der Federführung von Fritz Drescher bemühen sich die alten Mitglieder der Tuspo von 1861 schon im Herbst 1945 um die Neugründung ihres Vereins. Im Dezember 1945 teilt die Bezirksregierung Hildesheim mit, dass gegen die Zulassung des "Turn- und Sportvereins Eintracht" in Göttingen keine Bedenken bestünden. Im Januar 1946 findet im Frankfurter Hof die offizielle Gründungsversammlung des Turn- und Sportvereins Eintracht statt.

1946/47  In den schweren Nachkriegsjahren werden die Sportarten Rollsport, Hockey und Basketball in das Vereinsangebot aufgenommen.

1948  Im Frühjahr wird auf Beschluss der Jahreshauptversammlung der alte Vereinsname Turn- und Sportvereinigung von 1861 Göttingen wieder angenommen.

1970  Seit dem 1. Januar existiert die Leichtathletik-Gemeinschaft  Göttingen (LGG). Die Gründung war am 8. Dezember des Vorjahres durch die Leichtathletik-Abteilungen der Tuspo von 1861 und des 1. SC Göttingen 05 besiegelt worden. 

1972  Zum ersten Mal wird bei der Tuspo Eltern-/Kindturnen angeboten.

1974  Aus den Basketballabteilungen der Tuspo von 1861 und der TG 46 entsteht die Basketballgemeinschaft e.V. (BG 74).

1975  Im März wählt die Jahreshauptversammlung Günter Berg zum 1. Vorsitzenden.
Günter Berg nimmt dieses Ehrenamt bis heute wahr. Vorgänger von Günter Berg im Amt des 1. Vorsitzenden waren nach 1945 Fritz Drescher, Georg Lichtel, Alfred Kühn, Kurt Fusch und Hermann Grote.

1976  Im März wird unter Leitung von Hermann Rakebrandt die „Seniorengruppe Jahnplatz“ gegründet. Sie besteht noch heute.

1980  Im Februar gründen einige Leichtathleten der Tuspo von 1861 eine eigene Abteilung für Rasenkraftsport. Helmut Dwenger wird erster Abteilungsleiter.

1990  Zum Jahresbeginn tritt die Kyudo-Gesellschaft Leine-Dojo Göttingen e.V. der Tuspo von 1861 als Mitglied bei.

1993  Tuspo von 1861 bietet Judo für Kinder und Jugendliche an. 

1994  Aus der von Elisabeth Dwenger viele Jahre lang geführten Turn-Abteilung geht als deren Ableger die neue Abteilung Gymnastik hervor. Abteilungsleiterin wird Ursel Spörhase, die dieses Amt bis zum 31. Oktober 2007 bekleidet.

1997  Die Tuspo von 1861 erhält erstmals das Prädikat „Pluspunkt Gesundheit DTB“, das Gütesiegel des Deutschen Turner-Bundes für gesundheitsorientierte Vereinsangebote. Damit wird die Arbeit der Gymnastikabteilung deutlich aufgewertet. Bis heute sind noch weitere Qualitätssiegel, auch für das Kinderturnen, hinzugekommen.

2000  Die Rollsportabteilung und ihre Leiterin Dietlinde Limbach wagen mit der Gründung des „1. Rollkunstlauf-Club Göttingen e.V.“ den Schritt in die Selbständigkeit. Der 1. RC Göttingen bleibt aber weiterhin – als Mitgliedsverein – bei der Tuspo von 1861.

Von der ursprünglichen Rollsportabteilung verblieben die Inliner als "Abteilung Inline-Skating und Inline-Hockey" bei der Tuspo von 1861.

2000  Die Tuspo von 1861 Göttingen e.V. und der SV Groß Ellershausen/Hetjershausen schließen sich im Jugendbereich zur HSG Göttingen zusammen. 2009 wird die Handball-Spielgemeinschaft auf den Seniorenbereich ausgedehnt.

2008  Mit der Aufnahme der „Yong-Schule – Verein zur Pflege von Meditation und Kampfkunst e.V.“ als neuen Mitgliedsverein hält am 1. Mai auch die asiatische Kampfkunst ihren Einzug bei der Tuspo. Angeboten werden – im Kurssystem – Taekwondo und Tai Chi.

2008  Das seit 2003 existierende Sportangebot „Fitness durch Boxtraining“ findet so regen Zuspruch, dass im Frühjahr die Gründung einer kleinen eigenständigen Abteilung Boxen möglich wird.

2009  In ihrem Bemühen, den Kampfsport Kendo in Göttingen über den Studentenkreis hinaus anzubieten, finden Markus Häger und Stephan Töllner beim Tuspo-Vorstand tatkräftige Unterstützung und es wird eine neue Abteilung Kendo eingerichtet.


(Hinweis: Die vorstehende Chronik beruht für die Zeit bis 1945, teilweise mit wörtlicher Übernahme, auf dem in der Festschrift zum 125-jährigen Jubiläum, Seite 11ff., veröffentlichten Aufsatz „ Die Anfänge des Turnens in der Stadt Göttingen“ von Dr. Peter Wilhelm.)